Sicher durchs digitale Leben
Alle Gesprächsleitfäden

Konkrete Situationen · ca. 10 Min.

Fremde Online-Kontakte besprechen

Warnsignale besprechen, ohne Angst vor allen Unbekannten zu machen.

Verbindung herstellen → Verstehen → Schützen → Grenzen setzen → Nachfassen

Die RUHIG-Methode

RRuhe bewahren: Bevor du beginnst: kurz durchatmen, eigenes Handy weglegen, nicht im größten Ärger starten, wenn möglich einen ruhigen Ort wählen und genügend Zeit einplanen.

UUnvoreingenommen zuhören: Nicht sofort bewerten. Nicht unterbrechen. Keine schnellen Schuldzuweisungen. Keine voreiligen Strafen ankündigen.

HHerausfinden, was passiert ist: Nutze offene Fragen statt Verhör.

IIm nächsten Schritt gemeinsam handeln: Sicherheit prüfen, Beweise sichern, blockieren und melden, Konten schützen, Schule oder Plattform einbeziehen, professionelle Hilfe holen — wenn nötig.

GGespräch später wieder aufnehmen: Ein Gespräch löst nicht immer alles. Vereinbart, wann ihr wieder sprecht, was bis dahin passiert, wer was übernimmt und woran ihr erkennt, ob weitere Hilfe nötig ist.

Ziel des Gesprächs

Warnsignale erklären, ohne pauschal Angst vor allen unbekannten Menschen zu erzeugen.

Guter Einstieg

„Nicht jeder, der online freundlich wirkt, ist automatisch gefährlich. Aber manche Menschen versuchen, Vertrauen auszunutzen. Lass uns besprechen, woran man das erkennt.“

Fragen, die helfen

  • Wer darf dir schreiben?
  • Was würdest du tun, wenn jemand nach Bildern fragt?
  • Was würdest du tun, wenn jemand Geheimnisse verlangt?
  • Wann würdest du uns dazuholen?
  • Was würdest du tun, wenn jemand ein Treffen vorschlägt?

Worauf achten

  • Geheimhaltung
  • Geschenke
  • private Fotos
  • Fragen nach Schule oder Adresse
  • Plattformwechsel
  • Druck
  • Drohungen
  • Treffen
  • Altersangaben, die nicht glaubwürdig wirken

Familienregeln

  • Online-Kontakte werden niemals allein getroffen.
  • Unangenehme Nachrichten dürfen immer gezeigt werden.

Druckbare Gesprächskarte

Fremde Online-Kontakte besprechen

Guter Einstieg

„Manche Menschen versuchen online, Vertrauen auszunutzen. Lass uns besprechen, woran man das erkennt.“

Fragen, die helfen

  1. Wer darf dir schreiben?
  2. Was tun bei Bild- oder Geheimnis-Anfragen?
  3. Wann holst du uns dazu?

Was vermeiden

  • Pauschale Angst erzeugen
  • Alles verbieten ohne Erklärung

Konkrete nächste Schritte

  • Familienregeln klären
  • Beispiele durchspielen
  • Hilfe-Signal vereinbaren

Brauchst du dringend Hilfe?

Bei unmittelbarer Gefahr: Notruf. Für Hilfetelefone und Beratung:

Hilfe-Linien öffnen