Nach dem Gespräch · ca. 8 Min.
Schule, Plattform oder Polizei einbeziehen
Wann welche Stelle hilft — und wann offizielle Meldung nötig ist.
Verbindung herstellen → Verstehen → Schützen → Grenzen setzen → Nachfassen
Die RUHIG-Methode
R — Ruhe bewahren: Bevor du beginnst: kurz durchatmen, eigenes Handy weglegen, nicht im größten Ärger starten, wenn möglich einen ruhigen Ort wählen und genügend Zeit einplanen.
U — Unvoreingenommen zuhören: Nicht sofort bewerten. Nicht unterbrechen. Keine schnellen Schuldzuweisungen. Keine voreiligen Strafen ankündigen.
H — Herausfinden, was passiert ist: Nutze offene Fragen statt Verhör.
I — Im nächsten Schritt gemeinsam handeln: Sicherheit prüfen, Beweise sichern, blockieren und melden, Konten schützen, Schule oder Plattform einbeziehen, professionelle Hilfe holen — wenn nötig.
G — Gespräch später wieder aufnehmen: Ein Gespräch löst nicht immer alles. Vereinbart, wann ihr wieder sprecht, was bis dahin passiert, wer was übernimmt und woran ihr erkennt, ob weitere Hilfe nötig ist.
Guter Einstieg
„Manchmal brauchen wir Unterstützung von Schule, Plattform oder einer offiziellen Stelle.“
Wichtige Punkte
- Schule: wenn Mitschüler beteiligt sind, Auswirkungen im Schulalltag bestehen oder Schutzmaßnahmen nötig sind.
- Plattform: bei Belästigung, Fake-Konten, Drohungen, Bildmissbrauch, Betrug.
- Polizei oder Meldestelle: bei akuter Gefahr, Erpressung, sexueller Ausbeutung, Drohungen, Stalking, Treffen, illegalen Inhalten.
Druckbare Gesprächskarte
Schule, Plattform oder Polizei einbeziehen
Guter Einstieg
„Manchmal brauchen wir Unterstützung von außen — wir entscheiden das gemeinsam, soweit möglich.“
Fragen, die helfen
- Sind Mitschüler beteiligt?
- Gibt es Drohungen oder Erpressung?
- Akute Gefahr?
Was vermeiden
- Alles allein lösen wollen bei Gefahr
Konkrete nächste Schritte
- Passende Stelle wählen
- Beweise mitnehmen
- Hilfe-Linien nutzen
Brauchst du dringend Hilfe?
Bei unmittelbarer Gefahr: Notruf. Für Hilfetelefone und Beratung:
Hilfe-Linien öffnen