Sicher durchs digitale Leben
Alle Gesprächsleitfäden

Konkrete Situationen · ca. 12 Min.

Über Sexting und intime Bilder sprechen

Ohne Scham über Druck, Einwilligung, Weiterleitung und Risiken sprechen.

Verbindung herstellen → Verstehen → Schützen → Grenzen setzen → Nachfassen

Die RUHIG-Methode

RRuhe bewahren: Bevor du beginnst: kurz durchatmen, eigenes Handy weglegen, nicht im größten Ärger starten, wenn möglich einen ruhigen Ort wählen und genügend Zeit einplanen.

UUnvoreingenommen zuhören: Nicht sofort bewerten. Nicht unterbrechen. Keine schnellen Schuldzuweisungen. Keine voreiligen Strafen ankündigen.

HHerausfinden, was passiert ist: Nutze offene Fragen statt Verhör.

IIm nächsten Schritt gemeinsam handeln: Sicherheit prüfen, Beweise sichern, blockieren und melden, Konten schützen, Schule oder Plattform einbeziehen, professionelle Hilfe holen — wenn nötig.

GGespräch später wieder aufnehmen: Ein Gespräch löst nicht immer alles. Vereinbart, wann ihr wieder sprecht, was bis dahin passiert, wer was übernimmt und woran ihr erkennt, ob weitere Hilfe nötig ist.

Ziel des Gesprächs

Ohne Scham über Druck, Einwilligung, Weiterleitung und Risiken sprechen.

Guter Einstieg

„Viele Jugendliche erleben Druck rund um Bilder. Du kannst immer mit uns reden, auch wenn schon etwas passiert ist.“

Fragen, die helfen

  • Hat dich jemand unter Druck gesetzt?
  • Wurde etwas weitergeleitet?
  • Droht jemand?
  • Hast du Angst, dass jemand etwas veröffentlicht?
  • Was brauchst du jetzt?

Wichtige Punkte

  • Ein einmal gesendetes Bild kann gespeichert werden.
  • Verschwindende Nachrichten können fotografiert werden.
  • Druck ist keine Einwilligung.
  • Weiterleiten ohne Zustimmung kann schweren Schaden verursachen.
  • Das Kind darf Hilfe holen, ohne beschämt zu werden.

Was vermeiden

  • „Wie konntest du nur?“
  • „Das ist deine Schuld.“
  • „Das wird dich dein Leben lang verfolgen.“

Konkrete nächste Schritte

  • Nicht zahlen
  • keine weiteren Bilder senden
  • Beweise sichern
  • Kontakt abbrechen
  • Erwachsenen informieren
  • Meldestelle oder Polizei einschalten

Wann professionelle Hilfe nötig ist

  • Bei Erpressung, Drohungen oder sexueller Ausbeutung sofort Hilfe holen.
Hilfe-Linien öffnen

Druckbare Gesprächskarte

Über Sexting und intime Bilder sprechen

Guter Einstieg

„Du kannst immer mit uns reden, auch wenn schon etwas passiert ist.“

Fragen, die helfen

  1. Wurde Druck gemacht?
  2. Wurde etwas weitergeleitet?
  3. Droht jemand?
  4. Was brauchst du jetzt?

Was vermeiden

  • Schuldzuweisung
  • Beschämung
  • Dramatisieren

Konkrete nächste Schritte

  • Nicht zahlen
  • Beweise sichern
  • Kontakt abbrechen
  • Hilfe holen

Brauchst du dringend Hilfe?

Bei unmittelbarer Gefahr: Notruf. Für Hilfetelefone und Beratung:

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