Nicht zahlen
Zahlungen stoppen die Erpressung häufig nicht. Täter können danach mehr Geld oder weitere Inhalte verlangen.
GUIDE · CA. 8 MIN.
Nicht zahlen. Keine weiteren Bilder senden. Hilfe holen — ohne Schuldgefühle.
Ergebnis: Ein klarer Sofortplan für Betroffene und Eltern, inklusive Beweissicherung, Meldung und Hilfe-Angeboten.

Sextortion ist Erpressung mit intimen oder sexualisierten Bildern, Videos oder Informationen.
Die Täter drohen zum Beispiel damit, Inhalte zu veröffentlichen oder an Freunde, Familie oder Schule zu senden, wenn die betroffene Person:
Sextortion kann über Social Media, Messenger, Gaming-Plattformen, Videochats oder Fake-Accounts beginnen.
Auch wenn ein Bild freiwillig gesendet wurde, ist die Erpressung nicht die Schuld des Kindes. Die erpressende Person begeht die Tat.
Zahlungen stoppen die Erpressung häufig nicht. Täter können danach mehr Geld oder weitere Inhalte verlangen.
Weitere Inhalte geben dem Täter mehr Druckmittel.
Nicht verhandeln, provozieren oder versuchen, den Täter selbst zu überführen.
Nutze die Sicherheitsfunktionen der Plattform. Blockiere den Account, nachdem wichtige Informationen gesichert wurden.
Erzähle es sofort einer erwachsenen Vertrauensperson. Du musst das nicht allein lösen.
Nutze offizielle Meldestellen, Polizei oder anerkannte Kinderschutzdienste.
Die erste Reaktion entscheidet oft, ob das Kind vollständig erzählt und weitere Hilfe annimmt.
Sichtbare Wut, Panik oder Schock können dazu führen, dass das Kind Informationen zurückhält.
Zeigt, dass Hilfeholen richtig ist.
„Danke, dass du mir das sagst. Du bist nicht schuld. Wir kümmern uns jetzt gemeinsam darum.“
Vermeidet Vorwürfe und sofortige Strafen.
Klärt zuerst, wie akut die Gefahr ist.
Sichert Nachrichten, Nutzernamen, Links, Zeitpunkte, Zahlungsinformationen und Plattformmeldungen. Verändert nicht unnötig die Geräte oder Konten, bevor professionelle Stellen beraten haben.
Meldet die Erpressung über offizielle Plattformwege, anerkannte Kinderschutzstellen und gegebenenfalls die Polizei.
Save or document:
Nachrichten, Links und Kontodaten können wichtig sein. Sexualisierte Bilder von Minderjährigen sollten nicht unnötig heruntergeladen, kopiert oder weitergeleitet werden. Nutzt offizielle Meldestellen und folgt deren Anweisungen.
Nicht vorschnell das komplette Profil oder den Nachrichtenverlauf löschen. Solche Informationen können für Meldung und Ermittlungen hilfreich sein.
Offizielle Dienste können bei Meldung, Beweissicherung und Entfernung verbreiteter Bilder helfen.
Entfernung kann nicht garantiert werden. Nutzt dennoch anerkannte Dienste und Plattform-Meldewege.
In den USA kann der NCMEC-Dienst Take It Down helfen, die Verbreitung expliziter Bilder zu begrenzen, die vor dem 18. Geburtstag entstanden sind — ohne dass das Bild an NCMEC hochgeladen werden muss. Nutzt nur den offiziellen Dienst sowie die CyberTipline.
Es kann dauern, bis die Situation vollständig geklärt ist. Das Kind sollte währenddessen nicht allein gelassen oder für die Erpressung verantwortlich gemacht werden.
Hilfe-Linien
Internationale Hilfetelefone und offizielle Angebote — nach Land filterbar.
Unbekannter Kontakt
Private Informationen schützen, Warnsignale erkennen und rechtzeitig Hilfe holen.
Cybermobbing
Sofort-Schritte für Kinder und Jugendliche — und ruhige, klare Hilfe für Eltern.
Gesprächsleitfäden
Wie beginnen, was fragen, was vermeiden — und wie ihr auf Wut, Schweigen oder Scham reagiert.
Gehacktes Konto
Zugang zurückholen, Geräte abmelden, Konten absichern und Schäden begrenzen.
Passwort- und Kontosicherheit
Starke Passphrasen, sichere Wiederherstellung, Zwei-Faktor-Schutz — und ein klarer Plan für den Notfall.
Dieser Guide bietet allgemeine Bildungsinformationen. Er ersetzt keine medizinische, psychologische, rechtliche oder Notfallhilfe.