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CHECKLISTE · CA. 20 MIN.

Das erste Smartphone

Vom Kinderkonto bis zur 30-Tage-Prüfung — Schritt für Schritt sicher starten.

Ergebnis: Eine persönliche Einrichtungs- und Gesprächscheckliste für den Start mit dem ersten Smartphone.

Für Eltern und FamilienZuletzt geprüft: 2026-07-14

Das erste Smartphone bedeutet mehr Freiheit, aber auch neue Verantwortung.

Es gibt kein perfektes Alter, das für jedes Kind passt. Entscheidend ist, ob das Kind Regeln versteht, Hilfe holen kann und ob die Familie bereit ist, den Einstieg zu begleiten.

Dieser Guide führt euch durch die wichtigsten Schritte: Bereitschaft, Gerät, Kinderkonto, Sicherheit, Apps, Käufe, Privatsphäre und die erste gemeinsame Überprüfung nach 30 Tagen.

Was ihr am Ende erreicht

Nach diesem Guide habt ihr:

  • geprüft, ob Kind und Familie bereit sind
  • ein passendes Konto- und Gerätemodell gewählt
  • wichtige Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen kontrolliert
  • Regeln für Apps, Käufe und Hilfeholen besprochen
  • eine 30-Tage-Überprüfung vorbereitet
  • die wichtigsten Punkte für den Familien-Handyvertrag festgelegt

1. Ist eure Familie bereit?

Nicht nur das Alter entscheidet. Wichtig ist, ob das Kind bereits grundlegende Verantwortung übernehmen kann und ob die Erwachsenen Zeit für Einrichtung, Begleitung und regelmäßige Gespräche haben.

Hält das Kind vereinbarte Regeln meistens ein?
Kann es zugeben, wenn etwas schiefgelaufen ist?
Weiß es, dass Online-Kontakte nicht immer die Wahrheit sagen?
Kann es Hilfe holen, ohne Angst vor sofortiger Bestrafung zu haben?
Versteht es, dass Käufe und Abos echtes Geld kosten?
Haben die Erwachsenen Zeit für Einrichtung und regelmäßige Rückblicke?

Wenn mehrere Antworten noch „Noch nicht“ lauten, kann ein Familiengerät, ein einfacheres Gerät oder ein stärker begrenzter Einstieg sinnvoller sein als ein vollständig frei nutzbares Smartphone. Das ist keine Diagnose — nur eine Orientierung.

2. Vor dem Kauf oder der Übergabe

Fragt euch zuerst:

  • Braucht das Kind ein eigenes Smartphone oder reicht zunächst ein Familiengerät?
  • Wird das Gerät hauptsächlich für Erreichbarkeit, Schule, Gaming oder Social Media genutzt?
  • Welche Kosten entstehen für Gerät, Tarif, Apps und Käufe?
  • Wer übernimmt Reparatur, Verlust oder Ersatz?
  • Welche Funktionen braucht das Kind wirklich?

3. Kinderkonto richtig einrichten

Apple Family Sharing

  • Kinderaccount mit korrektem Geburtsdatum erstellen
  • Familienfreigabe einrichten
  • Kaufanfrage aktivieren
  • Bildschirmzeit einrichten
  • Alters- und Inhaltsbeschränkungen prüfen
  • Standortfreigabe bewusst entscheiden
  • Wiederherstellungskontakte prüfen
Apple Family Sharing

Google Family Link

  • Kinderkonto erstellen
  • Family Link verbinden
  • App-Freigaben aktivieren
  • Bildschirm- und Schlafenszeiten einrichten
  • Standortoptionen prüfen
  • Kauf- und Zahlungsfreigaben kontrollieren
  • Wiederherstellungsmöglichkeiten prüfen
Google Family Link

Verwendet nach Möglichkeit ein echtes Kinderkonto und nicht einfach das private Erwachsenenkonto eines Elternteils. So bleiben Altersfreigaben, Käufe und Berechtigungen sauber getrennt.

Offizielle Apple- und Google-Anleitungen

Menüs und Bezeichnungen ändern sich oft. Die Detailschritte stehen deshalb bei Apple und Google — hier die wichtigsten Einstiege.

Apple- und Android-Oberflächen unterscheiden sich je nach Version und Hersteller. Bei Unklarheiten immer die offizielle Hilfe nutzen.

4. Gerät und Konto absichern

Gerätesperre
Wiederherstellung
Updates
Zwei-Faktor-Authentifizierung

Familienregel: Gerätepasswörter und Bestätigungscodes werden nicht mit Freunden oder fremden Personen geteilt.

5. App-Berechtigungen prüfen

Nicht jede App braucht dauerhaft Zugriff auf Kamera, Mikrofon, Kontakte, Fotos oder Standort.

Kamera

Nur bei Apps erlauben, die sie wirklich brauchen.

Kamera

Mikrofon

Nur bei Bedarf freigeben.

Mikrofon

Standort

Möglichst „Nur bei Verwendung der App“ wählen.

Standort

Kontakte

Nur freigeben, wenn die Funktion notwendig ist.

Kontakte

Fotos

Wenn möglich nur ausgewählte Fotos freigeben.

Fotos

Benachrichtigungen

Unnötige Benachrichtigungen deaktivieren.

Benachrichtigungen

„Warum möchte diese App Zugriff, und funktioniert sie auch ohne diese Freigabe?“

6. Apps, Käufe und Abos

  • Neue Apps werden gemeinsam geprüft.
  • Altersfreigaben sind ein Ausgangspunkt, aber keine Qualitätsgarantie.
  • In-App-Käufe benötigen Zustimmung.
  • Zahlungsmittel werden geschützt.
  • Bestätigungscodes werden nie weitergegeben.
  • Abos werden gemeinsam überprüft.
  • App-Testphasen und automatische Verlängerungen werden erklärt.

„Was würdest du tun, wenn ein Spiel behauptet, du müsstest sofort etwas kaufen, um deinen Fortschritt nicht zu verlieren?“

Purchase approvals
Kaufregeln im Familien-Handyvertrag festlegen

7. Privatsphäre und unbekannte Kontakte

  • keine Adresse öffentlich teilen
  • Schule und tägliche Aufenthaltsorte nicht öffentlich nennen
  • Standortfreigabe bewusst nutzen
  • Profile möglichst privat einstellen
  • vor dem Posten anderer Personen um Erlaubnis fragen
  • keine privaten Bilder an unbekannte Personen senden

Warnsignale

  • jemand verlangt Geheimhaltung
  • jemand bietet Geschenke oder Geld
  • jemand fragt nach privaten Bildern
  • jemand möchte auf eine andere Plattform wechseln
  • jemand schlägt ein Treffen vor
  • jemand macht Druck oder wird aggressiv

Familienregel: Online-Kontakte werden niemals allein getroffen. Unangenehme Nachrichten dürfen jederzeit gezeigt werden.

Privacy settings
Rules for unknown contacts

8. Was passiert, wenn etwas schiefläuft?

Wenn du uns etwas Schwieriges erzählst, hören wir zuerst zu.

Wir bestrafen dich nicht automatisch mit Geräteentzug.

Wir helfen dir, Beweise zu sichern, Konten zu schützen und Unterstützung zu finden.

  • ruhig bleiben
  • Beweise sichern
  • blockieren und melden
  • Passwort ändern, wenn nötig
  • Hilfe-Linien oder offizielle Meldestellen nutzen
  • bei akuter Gefahr Notruf kontaktieren
Plan for difficult situations

Hilfreiche Guides

9. Nach 30 Tagen gemeinsam überprüfen

Welche Regeln funktionieren gut?
Wo gibt es regelmäßig Streit?
Gibt es Apps, die mehr Probleme machen als erwartet?
Sind Käufe und Abos unter Kontrolle?
Fühlt sich das Kind sicher genug, Hilfe zu holen?
Sind Bildschirmzeit und Schlaf noch passend?
Sind Standort- und Nachrichten-Einstellungen korrekt?
Müssen Regeln strenger oder flexibler werden?

Plant den Rückblick direkt bei der Einrichtung ein. Regeln dürfen sich weiterentwickeln, wenn das Kind älter wird oder mehr Verantwortung übernimmt.

Euer Startplan

Bereitschaft

Bereit mit Bedingungen

Geplantes Rückblick-Datum

2026-09-02

Noch offen

Noch zu besprechen

Apps und Käufe, Privatsphäre, Was tun, wenn etwas schiefläuft

Empfohlene Vertragsbereiche

First smartphone · Clear boundaries

Empfohlene nächste Schritte

  1. Kinderkonto einrichten
  2. Familien-Handyvertrag erstellen
  3. Rückblick-Termin in 30 Tagen festlegen

Jetzt gemeinsame Regeln festlegen

Im Familien-Handyvertrag legt ihr konkrete Regeln für Apps, Käufe, Bildschirmzeit, Schlaf, Gaming, Privatsphäre und Hilfeholen fest.

Weiterführende Guides

Dieser Guide bietet allgemeine Bildungs- und Organisationshilfe. Er ersetzt keine medizinische, psychologische, rechtliche oder Notfallberatung.